Das CFCA V2 System basiert auf den Regeln der ICFRA F-Class, auf Erfahrungen aus internationalen Wettkämpfen sowie auf den praktischen Anforderungen an die Organisation von Wettkämpfen unter Verwendung elektronischer ShotMarker-Zielsysteme. Ziel des Systems ist es, gleiche Bedingungen für alle Teilnehmer zu gewährleisten und gleichzeitig die verfügbare Technik und Schießstandinfrastruktur effizient zu nutzen.
Auf einem elektronischen Ziel schießen zwei Teilnehmer abwechselnd.
Beide Teilnehmer schießen auf dasselbe elektronische Ziel und verwenden gemeinsam ein ShotMarker-Anzeigetablet.
Für jedes Ziel wird ein Tablet mit dem ShotMarker-System verwendet. Das Tablet wird zwischen den beiden Schützen so positioniert, dass es für beide Teilnehmer gut zugänglich und sichtbar ist.
Jedem Teilnehmer wird eine eindeutige Identifikationsnummer (ID) zugewiesen.
Die ID-Nummern werden den Teilnehmern vor Beginn des Wettkampfs vom Veranstalter zugeteilt.
Im ShotMarker-System und auf den Anzeigetablets werden die Schützen ausschließlich durch diese ID gekennzeichnet.
Die Namen der Teilnehmer werden während des Wettkampfs weder im ShotMarker-System noch auf den Anzeigetablets angezeigt.
Ein Wertungsdurchgang besteht für jeden Schützen aus 2 Probeschüssen (Sighters) und 15 Wertungsschüssen.
Der Schütze auf der rechten Position beginnt.
Nach seinem Schuss schießt der Schütze auf der linken Position.
Die Schützen wechseln sich während des gesamten Durchgangs regelmäßig ab.
Schießfolge:
R – L – R – L – R – L ...
Der Schütze auf der linken Position beginnt.
Nach seinem Schuss schießt der Schütze auf der rechten Position.
Die Schützen wechseln sich während des gesamten Durchgangs regelmäßig ab.
Schießfolge:
L – R – L – R – L – R ...
Auf diese Weise haben beide Teilnehmer während des Wettkampfs die gleichen Bedingungen.
Der Start des ersten und zweiten Durchgangs von jeweils unterschiedlichen Positionen verhindert einen möglichen Vor- oder Nachteil durch die Reihenfolge der Schussabgabe.
Die beiden Schützen, die sich während eines Wertungsdurchgangs ein Ziel teilen, kommunizieren miteinander und zeichnen gegenseitig ihre einzelnen Treffer auf.
Nach dem Schuss eines Schützen warten beide Teilnehmer, bis der Treffer im ShotMarker-System angezeigt wird.
Sobald der Treffer angezeigt wird, meldet der Schütze, der gerade geschossen hat, dem anderen Schützen den Trefferwert. Der andere Schütze trägt diesen Wert in die Ergebnisaufzeichnung ein.
Erst nachdem der Treffer eingetragen wurde, setzt der andere Schütze den Durchgang mit seinem Schuss fort.
Der Ablauf ist somit:
Schuss → Anzeige des Treffers auf dem ShotMarker → Ansage des Trefferwertes → Eintragung des Treffers → Schuss des anderen Schützen
Dieses System gibt dem Schützen nach der Schussabgabe gleichzeitig ausreichend Zeit, den Verschluss sicher zu öffnen, die Waffe zu kontrollieren und sich auf den nächsten Schuss vorzubereiten.
Die gegenseitige Kommunikation und Trefferaufzeichnung dient gleichzeitig als eindeutiges Signal für den Wechsel der Schussreihenfolge und reduziert das Risiko einer Verwechslung der Reihenfolge.
Ein Schütze darf seinen nächsten Schuss erst abgeben, nachdem der vorherige Treffer im ShotMarker-System angezeigt, angesagt und aufgezeichnet wurde.
Das Zeitlimit für das Schützenpaar beträgt 25 Minuten.
Das Zeitlimit beginnt mit dem Kommando des Range Officers (RO).
Während des Wertungsdurchgangs wechseln sich die Schützen regelmäßig nach jedem einzelnen Schuss ab.
Die maximal empfohlene Zeit für die Abgabe eines einzelnen Schusses beträgt 45 Sekunden, gerechnet ab dem Zeitpunkt, an dem der jeweilige Schütze an der Reihe ist.
Wenn ein Schütze den Ablauf des Durchgangs absichtlich oder wiederholt unangemessen verzögert und dadurch die Einhaltung des gesamten Zeitlimits gefährdet, kann der Range Officer eine Verwarnung aussprechen oder den Verlust des betreffenden Schusses (0 Punkte) anordnen.
Die Einhaltung des Zeitlimits wird vom Range Officer überwacht.
Im Falle eines Protests oder bei Zweifeln hinsichtlich der Einhaltung des Zeitlimits kann die Aufzeichnung des ShotMarker-Systems herangezogen werden.
Jeder Wertungsdurchgang beginnt mit zwei Sighters.
Die Sighters dienen der Überprüfung der Treffpunktlage der Waffe vor Beginn der Wertungsschüsse.
Die Sighters werden nicht für das Ergebnis gewertet und können nicht in Wertungsschüsse umgewandelt werden.